„Jeden Tag ein kleines bisschen besser …“,

dieser Werbeslogan einer Lebensmittelkette vor einigen Jahren, bringt die Excellence auf den Punkt. Excellence erreichen wir nicht, durch massive Überforderung oder durch konsequente Veränderung unseres Verhaltens. Excellence erreichen wir durch Kontinuität und Achtsamkeit.

Unser Leben ist ein freudiger Weg zu uns Selbst. Wenn wir ihn so sehen und dazu machen. Dabei ist die Entdeckung der Anteile unseres Selbst und die Verwirklichung dieser, unser wahrer Schatz auf Erden. Denn wir kommen mit Nichts auf diese Welt, außer mit unserem Selbst. Und wir verlassen diese Welt, mit Nichts, außer mit der Entfaltung und Weiterentwicklung unseres Selbst.

Das Leben kann aber auch schmerzhaft, hart und unfair von uns wahrgenommen werden. Es kann uns mental belasten und unser Herz enorm beschweren, aber gleichzeitig können wir genau dieses auch anders bewerten und plötzlich sehen wir es als Möglichkeit, Chance oder erhalten ein neues Verständnis zu den Geschehnissen und plötzlich fühlen wir uns schon fast pudelwohl in den Situationen. Aber auf jeden Fall sicherer und klarer, als mit unserem alten Verständnis.

1.

Praxis-Beispiel: LAMPENFIEBER & PERSÖNLICHE-EXCELLENCE

Eine Seminarteilnehmerin klagte über ihr Lampenfieber und Prüfungsangst. Schon bei dem Gedanken an die Abschluss-Prüfung vor einigen Jahren bekäme sie heute noch Hitzewallungen, obwohl dass viele Jahre zurückliegt.

Und immer, wenn sie ein Projekt präsentieren muss – auch wenn es wirklich exzellent ist – fühle sie sich elend. Ich bat sie darum, die Symptome genau zu beschreiben. Sie sagte: „Ich fühle einen schnellen, starken Herzschlag. Mein Herz steigt mir scheinbar zu Kopf. Meine Hände werden feucht. Und ich fühle eine Gesichtsröte. Ich fühle mich einfach unwohl und angespannt.“

Meine aufbauende Frage war: „Und an was denkst Du?“ Sie antwortete: „Ich sehe mich da schon stehen. Mit meiner Unsicherheit und Nervosität.“

Meine Antwort zu Ihr: „Herzlichen Glückwunsch! Das sind die Beweise: Du lebst!“ Sie konnte damit natürlich nicht sofort verstehen, was ich meinte und war irritiert. Ich sprach weiter: „Deine Symptome sind völlig menschlich, aber da kommen wir gleich dazu. Ich habe zuerst noch eine Rückfrage an Dich: Hast Du ein Vorbild, dass das schon kann, was Dir noch fehlt?“

Sie daraufhin: „Ja, jetzt ab heute = Dich!“ Ich muss lachen. „Nein im Ernst. So wie Du präsentierst, so authentisch, locker, verständlich. Du sprichst nicht vor uns Menschen, sondern zu uns Menschen. Hier sind rund 50 Teilnehmer anwesend und jeder hat das Gefühl, dass Du nur zu ihm sprichst. Du fesselst die Menschen und inspirierst Sie. Das will ich auch gerne lernen.“

(Anm. Puh, dabei spürte ich Tränen der Dankbarkeit in meinen Augen. Dankbarkeit deshalb, weil ich den Weg der Persönlichen Excellence für mich gefunden habe und seitdem meinen Weg gehe.)

Aber zurück zur Teilnehmerin: „Ich danke Dir, für diese wertschätzenden Worte. Das, was Du da beschreibst, ist das Resultat meines Weges der Persönlichen Excellence. Früher war ich im Fokus nur bei mir. Spreche ich klar und deutlich. Stehe ich gerade. Sind meine Beispiele nachvollziehbar. Was muss ich noch verbessern. In Kurz-Form: Meine eigene innere Sicherheit war zwar vorhanden, aber nicht auf einem höheren Kompetenz-Niveau.

Und wenn mein Fokus so sehr auf mir lag, dann kann mein Fokus nicht gleichzeitig bei meinem Publikum sein. Kannst Du das nachvollziehen?“ Sie bejahte. „Daher ist das der zweite Schritt, wenn Du verständlich präsentieren möchtest = Fokus auf das Publikum.“ Ich sprach weiter: „Aber der erste Schritt – und darum geht es ja hier – geht um Dich und Dein Empfinden mit Deinen Körperreaktionen. Anders ausgedrückt = Du musst verstehen, was da in Dir passiert! Kannst Du mir folgen?“ Sie bejahte wieder.

„Prima. Ich beschreibe Dir, was bei mir abläuft, bevor ich einen Vortrag halte. 30 Minuten vor dem Vortrag ziehe ich mich zurück. Ich komme zur Ruhe. Fühle in mich hinein. Ich atme entspannt tief ein und aus. Dabei fühle ich, wie langsam mein Herz schneller schlägt. Teilweise habe ich das Gefühl, meine Halsschlagader platzt. Meine Hände werden warm und feucht. Und vor meinem inneren Auge sehe ich mich da schon auf der Bühne stehen. Ich sehe, wie die Teilnehmer aktiv mitagieren, lachen, Spaß haben, mitschreiben und sich bedanken. Und jetzt weiß ich: ICH = Mein Kopf, mein Herz und meine Seele sind bereit. Ich will diese Menschen inspirieren, motivieren, begeistern und BEFÄHIGEN Neues auch wirklich auszuprobieren und für Ihren Vorteil zu nutzen, denn sie haben es absolut verdient. Denn sie investieren das wertvollste in ihrem Leben = ihre Lebenszeit.“

Sie schaute mich an und verstand. „Du hast die gleichen Körperempfindungen, wie ich? Und das seit über zehn Jahren, wo Du Vorträge hältst?“ Ich: „Ja. Und ich bin glücklich darüber! Denn jetzt bin ich und meine Milliarden Körperzellen bereit.“ Sie: „Das hätte ich nie gedacht.“

Ein anderer Teilnehmer fragte: „Und was machst Du, wenn die Reaktionen ausbleiben?“ Ich: „Dann muss ich echt achtsam sein. Denn dann kommt Routine auf und das spüren Menschen sofort. Dann spule ich nur Informationen ab, aber ohne Enthusiasmus. Denn wenn ich selber die Begeisterung nicht empfinde, wie soll mein Gegenüber diese dann empfinden?“

Er: „Das leuchtet ein. Und was tust Du dagegen?“ Darauf antwortete ich: „Ich helfe mir selber, mich zu motivieren. Mit Musik und meinem Selbst-Motivations-Ritual.“

Aber ich mache jetzt hier einen Break, denn das würde den Umfang des Blogs sprengen. Hier geht es um Persönliche-Excellence und wie ich diese erreichen kann.

Ich bin überzeugt, dass fast Alles bereits in uns vorhanden ist. Es muss nur aktiviert und mit einem neuen, wohlwollenden Verständnis verknüpft werden.

Anders ausgedrückt: Unser Herz und unsere Seele empfinden, was für uns gut und was weniger positiv ist. Wir dürfen lernen, diesen beiden Empfindungen in uns, mehr Aufmerksamkeit und Beachtung zu schenken.

Das sind ganz kleine, aber so wichtige Schritte zur persönlichen Excellence.

Blog-Bild_Wowlie

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