Immer wieder sprechen mich Unternehmer und Entscheider an und fragen, warum wir so viel Glück und so ein „gutes Händchen“ in der Auswahl der Mitarbeiter haben. Die Antwort ist aber viel zu einfach für manche Fragenden. Sie lautet: „Wir bekommen nicht die besten Mitarbeiter, sondern wir begleiten die Menschen in ihre persönliche Höchstleistung. Auf Deutsch = Wir erschaffen und entwickeln die besten Mitarbeiter für unser Unternehmen.“

MITARBEITER-ENTWICKLUNGS-STRATEGIE

Gerade in geburtenschwachen Jahrgängen und gleichzeitigem Fachkräfte-Mangel, muss ich eine Mitarbeiter-Entwicklungs-Strategie erarbeiten. Wir müssen es tun, da wir mehrheitlich in Dienstleistungsbranchen tätig sind. Das heißt, unsere Mitarbeiter müssen selber von sich und ihren einzigartigen Persönlichkeiten überzeugt sein, damit dieser Energiefunke auf unsere Kunden auch wirklich überspringt.

ALLES BEGINNT MIT DEM ERSTEN SCHRITT

Jeder Weg beginnt mit dem ersten Schritt. Und an dieser Stelle möchte ich Ihnen direkt einen sehr ehrlichen und äußerst wirkungsvollen Erfolgsimpuls geben:

"VIER EINFACHE WORTE"

Es geht hier um die Kraft von Worten in der Kommunikation. Nehmen wir mal an, Sie befinden sich auf einer Party und treffen einen neuen möglichen Geschäftsfreund. Sie tauschen sich über Ihre Geschäfte aus. Sie erzählen aus ihrem Betrieb, Team oder Unternehmen.

WELCHEN BEGRIFF VERWENDEN SIE FÜR DIE MENSCHEN, DIE MIT IHNEN ARBEITEN?

Im Laufe der Jahre habe ich diverse, teilweise sehr humorvolle Begriffe gehört. Aber ich möchte hier ein neues Bewusstsein bei Ihnen für die Wahl der Sprache auslösen. Für mich existieren vier Oberbegriffe:

     Arbeiter

     Personal

     Mitarbeiter

     Mit-Unternehmer

Arbeiter. Personal. Mitarbeiter. Mit-Unternehmer. Welchen Begriff verwenden Sie häufiger? Und warum? Vielleicht lassen Sie sich inspirieren, den Begriff zu veredeln, mehr wertzuschätzen.

NICHTS IST HÄRTER ALS DIE WAHRHEIT

Wir Unternehmer und Entscheider haben mehr Aufgaben, die erfüllt werden müssen, als wir selber leisten können. Deshalb beschäftigten wir Mitarbeiter. Wir könnten also nicht dauerhaft erfolgreich gesund agieren ohne Menschen, die uns unterstützen. Und die Angestellten können wählen, wo sie arbeiten und wem sie ihre Leistung zur Verfügung stellen. Ebenso können wir Unternehmer wählen, wer für uns tätig sein soll.

INNERE HALTUNG

Drückt das Wort, das wir für unsere beschäftigten Menschen wählen, nicht unsere innere Haltung aus? Und geht unsere innere Haltung nicht dem von außen wahrnehmbaren Verhalten vorweg?

Ich ziehe mal eine kurze Parallele. Stellen Sie sich nochmals die obige Partyszene vor. Ihr Gesprächspartner spricht über seine Lebenspartnerin:

✓     „Ja, ich bin verheiratet mit meiner Frau.“

✓     „Ja, ich bin verheiratet mit meiner Alten.“

✓     „Ja, ich bin verheiratet mit meinem Schatzi.“

Nur ein Wort. Aber das eine Wort kann so viel aussagen über die innere Grundhaltung des Mannes zu seiner Partnerin, mit der er vielleicht sein ganzes Leben verbringt.

Die Wirkung des Unterschieds in der Wortwahl spiegeln wir jetzt auf unseren Arbeitsalltag. Vielleicht vertreten Sie eine unterschiedliche Meinung. Daher schildere ich Ihnen meine persönliche Wahrnehmung aus unzähligen Gesprächen mit Unternehmern aus meinem Arbeitsalltag, die über ihre Beschäftigten sprachen:

Benutztes Wort

Innere Haltung und äußeres Verhalten des Entscheiders/Unternehmer

"Arbeiter"

  • agiert sehr distanziert zu den Menschen
  • sehr geringe Wertschätzung
  • Team mit einem hohen Krankenstand

"Personal"

  • agiert ebenfalls distanziert, bis auf einige wenige Ausnahmen
  • geringe Wertschätzung
  • ebenfalls hoher Krankenstand

"Mitarbeiter"

  • hat eine Verbindung zu den Menschen
  • arbeitet mit einem Fokus und Interesse am Menschen
  • alle erleben mehr Spaß und Freude bei der Arbeit
  • oftmals auch geringerer Krankenstand

"Mit-Unternehmer"

  • lebt ebenfalls eine Verbindung zu den Menschen
  • Fokussierung auf die Leistungsträger
  • Verhältnis schon fast freundschaftlich
  • äußerst geringer Krankenstand

Machen Sie doch einfach mal das, was Sie sonst auch tun - aber ganz bewusst:

  • Bewerten Sie und schließen Sie von sich auf andere.
  • Wie würden Sie sich in einem Unternehmen fühlen, wenn Ihr Vorgesetzter Sie mit einem der vier Begriffe ansprechen würde?

 

Ich persönlich, würde mir immer ein Unternehmen aussuchen, das mich wertschätzt. An mir persönlich interessiert ist. Meine Stärken erkennt und fördert. Mich auf dem Weg meiner Potenzialentfaltung unterstützt und begleitet.

SPORTLICHER SÖLDNER

Das sind meine Beschäftigungswünsche seit über 30 Jahren. Während meiner Handball-Karriere war ich auch mal als „sportlicher Söldner“ tätig. Ich spielte um die deutsche Meisterschaft in einem Verein, der seine Spieler mit viel Geld einkaufte. Als Söldner war ich eine Nummer auf dem Platz. In diesem Verein erkannte ich sehr schnell, dass mehr Geld mich nicht dauerhaft für den Mangel an Wertschätzung entschädigen kann. Eine für mich sehr wertvolle Erfahrung.

UNSER ERFOLGSIMPULS

Sie sollten als Unternehmer und Entscheider überlegen, welche gedankliche Grundhaltung Sie zu Ihren Beschäftigten einnehmen. Wenn Sie eine Kultur des Mit-Unternehmertums aufbauen möchten, dann sollten Sie ab heute in eine wertschätzende Mitarbeiterführung investieren. Das kostet gar kein zusätzliches Geld, sondern erfordert nur eine veränderte Sichtweise auf Ihre Mitarbeiter. Seien Sie dankbar für jeden Menschen, der seine Lebenszeit für die Erledigung Ihrer Aufgaben investiert. Überlegen Sie sich Ihre Wortwahl genau und sprechen Sie ab sofort von Mitarbeitern und Mit-Unternehmern. Eine einfache, aber sehr wirksame Mitarbeitermotivation.

Wenn Sie Mit-Unternehmer in Ihrem Team oder Unternehmen entwickeln wollen, empfehle ich Ihnen unser Buch „Rituale des Mit-Unternehmertums“. Sie können es überall im Handel kaufen oder jetzt direkt hier bei uns im Shop als Hardcover-Buch oder eBook kaufen.

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