Der Traum der Selbständigkeit. Keinen Vorgesetzten mehr ertragen müssen. Endlich alleine entscheiden können. Sich selber aussuchen können, mit wem und für wen man arbeiten möchte. Leider blutet der Mittelstand in Deutschland aus. Zu viele bürokratische Hürden. Zu viele Fremdeinflüsse in Märkte von außen und dann noch die Befürchtung von Selbst-und-ständig.

Daraufhin lassen sich die meisten jungen ambitionierten Menschen von dem Traum der eigenen Firma abschrecken und sie schlagen lieber eine vermeintlich sichere Berufslaufbahn bei Ämtern, Konzernen oder Behörden ein.

Ich persönlich liebe die Freiheit, die Unabhängigkeit und die Selbstbestimmtheit der Selbständigkeit. Nein, ich kann nicht behaupten, dass jeder Tag in unserer über 25-jährigen Selbständigkeit sorgen- und angstfrei verlief.

Aber bis heute möchte ich kein Erlebnis und keine Erfahrung missen. Denn diese Herausforderung, manche nennen sie Probleme, zu meistern und daran auch persönlich zu wachsen, sind für mich hohe Lebensenergien.

In meinen Vorträgen sprechen mich auch entmutigte und energielose Selbständige an, die mit ihrer aktuellen Berufsphase absolut überfordert scheinen. Sie bitten um Antworten zu Fragen, die meist aus einem mentalen Mangel-Modus resultieren. Im Gespräch erfühle ich sehr schnell den Grad an Hoffnung und ob eine wirklich echte tiefe Leidenschaft für das Unternehmertum in meinem Gegenüber vorhanden ist.

Mit Lust, Liebe und Leidenschaft kann jeder Lebenshürde genommen werden, wenn man es wirklich will.

Sofern Sie sich auch mal richtig negativ, elend und fast schon depressiv in Ihrem beruflichen Leben gefühlt haben, möchte ich Ihnen als Orientierungshilfe die vier Empfindungsstufen der Selbständigkeit vorstellen. Denn zu wissen, was die wahren Ursachen sind, wo Sie sich selber gerade befinden, schenkt Ihnen die erforderliche Klarheit, um die nächsten erforderlichen Schritte und Maßnahmen einzuleiten.

Entscheidungen aufschieben oder uns einfach die Umsetzungserfahrung fehlt, dann kann aus Begeisterung schnell … Schrecken werden.

1.

PHASE NR. 1 = BEGEISTERUNG

In der ersten Phase spüren wir Unternehmer echte Begeisterung. Wir begeistern uns in der Rolle des Gründers über unseren neuen Gewerbeschein oder das erste Geschäftsessen, dass man auch steuerlich absetzen kann.

Nach ein paar Jahren als Unternehmer, können wir uns noch über neue Projekte, neue Aufgabe oder neue Innovationen so richtig begeistern. In der Phase der Begeisterung geht uns irgendwie alles locker von der Hand. Wir strotzen nur so vor Freude, Enthusiasmus und Energie. „Ach, ist das ein herrlich, begeisterndes Leben, das ich führe.“

Doch wenn wir manche Einflüsse unterschätzen, erforderliche Entscheidungen aufschieben oder uns einfach die Umsetzungserfahrung fehlt, dann kann aus Begeisterung schnell … Schrecken werden.

2.

PHASE NR. 2 = SCHRECKEN

Doch wir sind ja Unternehmer! Und Unternehmer befreien sich ja selber aus einem mentalen Tief. Wir strengen uns an und arbeiten noch mehr. Eine Stunde morgens eher und abends nach dem Abendessen nochmal zwei Stündchen. Es fehlt uns ja nicht an Ehrgeiz und Einsatzbereitschaft. Der schwierige Kunde, der Sondereinfluss von außen oder die Marktveränderungen machen uns zu schaffen.

Voller neuer Energie, voller Hoffnung und mit hochgekrempelten Ärmeln geben wir noch einmal unser Bestes.

3.

PHASE NR. 3 = ERSCHÖPFUNG

Bitte ersparen Sie sich und Ihrem Team lange theoretische Phrasen von dem Vortragenden. Das langweilt nicht nur, sondern tötet auch jeden Anflug von Motivation direkt im Keim. Inspirierendes Vortragen muss gelernt und trainiert werden. Aber auch der Laie, kann 5-10 Minuten aus seinem Leistungsbereich berichten.

Daher planen Sie für eine Monats-Besprechung maximal 1,5 Stunden ein. Und lassen Sie die Vortragenden nicht länger als 15 min berichten. Das gilt übrigens auch für Sie als Chef. So bleiben die Inhalte knackig, würzig und inspirierend.

4.

PHASE NR. 4 = VERZWEIFELUNG

Doch wir müssten es gar nicht bis zur Phase Nr. 4 der Verzweiflung kommen lassen. Wir, als Selbständige, müssen bei uns nur ein neues Gen finden. Dieses Gen nenne ich „Hilfe annehmen“.

Unsere Gedanken und persönliche Meinung und Einstellung über Hilfe annehmen stammt aus der frühen Kindheit. Doch heute sind wir erwachsen und wir müssen uns das Leben nicht unnötig schwermachen.

DIE LÖSUNG

Der Sinn und das Ziel einer Monatsbesprechung ist natürlich die Information über die Ergebnisse des vorherigen Monats und das, was im neuen Monat ansteht. Aber Ihre Mitarbeiter vergessen, was Sie von Ihnen gehört haben. Das ist völlig normal. Aber Ihre Mitarbeiter vergessen nie, wie Sie sich bei Ihnen gefühlt haben. Daher konzentrieren Sie sich in Ihren Inhalten zur Präsentation nicht nur auf die Inhalte, sondern abschließend noch auf die Inspiration.

Schlüsselfrage:

„Wie inspirieren Sie Ihre Mitarbeiter zur Lust auf persönliches Wachstum im kommenden Monat?“

Denn wahre Excellence überfordert nicht, sondern steigert die Lust und die Freude bei der Ausführung der Arbeit.

EIN VERGLEICH

Wenn man mit meinem Auto von Hamburg nach München unterwegs bin und aufgrund eines Fahrzeugschadens auf der Autobahn liegen bleibt, wie reagieren die meisten Menschen? Nein, sie suchen nicht im Internet nach „Wie helfe ich mir selber bei einer Panne?“, sondern sie rufen die Pannenhilfe an und bitten um Unterstützung und Reparatur.

Doch im Arbeitsleben verhalten wir Selbständigen uns anders. Viele wollen das Problem mit dem Mitarbeiter, dem Kunden oder dem Unternehmens-Organismus selber in den Griff kriegen!!!

Doch warum? Aus diversen Gründen: aus finanziellen Gründe, also aus Gier und Geiz, oder aus Pseudo-Selbstkapitulation oder aus einer riesigen Ohnmacht.

Überlegen Sie mal und beantworten Sie kurz diese Orientierungsfragen:

  • Wie lautet Ihre Erst-Reaktion?
  • Und warum ist diese Erst-Reaktion so? (Anm. finden Sie die Gründe)
  • Was hat Ihnen diese Erst-Reaktion bisher beschert?
  • Und an welchen Stellen war diese Erst-Reaktion nicht förderlich.

 

Ich wünsche Ihnen, dass Sie sich vom Selbst-und-Ständigen zum Unternehmer weiterentwickeln. Und dabei praxisorientierte und lösungserprobte Werkzeuge aneignen. Denn Sie persönlich, aber auch Ihre Mitarbeiter und Ihre Kunden werden davon extrem profitieren.

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