Nach meinem Vortrag „Vom Selbständigen zum Unternehmer“ sprach mich ein Teilnehmer auf die drei Rollen in der Arbeitswelt an: „Herr Klejbor, mir ging das vorhin etwas zu schnell. Könnten Sie mir noch einmal kurz die drei Rollen benennen? Denn plötzlich fiel es mir wie Schuppen von den Augen, was mein Problem als Selbständiger ist.“

Meine Antwort: „Sehr gerne. Die drei Rollen lauten ...“

Und für Ihren Weg zur Business-Excellence, lieber Blog-Leser, veröffentliche ich hier den Dialog. Die drei Rollen lauten:

1.

ROLLE = DER UNTERNEHMER

Der Unternehmer ist die Rolle in Ihnen, der in die Zukunft schaut. Er träumt gerne. Er malt sich eine wunderbare, erfüllte Zukunft aus. Und durch das Planen und das Träumen empfindet er Freude und Erfüllung. Aber er plant auch sehr gerne. Was kommt in drei Tage, in drei Wochen, in drei Monaten und in drei Jahren auf mich zu?

Er fühlt sich pudelwohl in – noch nicht messbaren – Gedanken-Konstrukten. Gerne verliert er sich auch in diesen. Der Unternehmer in uns will etwas unternehmen, etwas bewegen. Aber er überlässt diese Tätigkeit gerne der Fachkraft.

2.

ROLLE = DER MANAGER

Aber vorher kommen wir noch zu der zweiten Rolle: dem Manager. Der Manager in uns schaut in die Vergangenheit. Was ist uns widerfahren? Was ist uns passiert? Wie können wir daraus lernen und besser werden? Ja, die begangenen Fehler beseitigen.

Der Manager in uns sorgt für Ordnung. Ob es sich um das Aufräumen unserer Arbeitsmittel, unseres Wirkungsbereichs oder auch um unsere Garage zu Hause handelt. Der Manager lässt Kisten im Baumarkt zum Einsortieren der Schrauben und Muttern kaufen. Und er fühlt sich pudelwohl, wenn die Aufräumarbeiten erledigt sind und dann zufrieden das Resultat der Leistung bewundert.

3.

ROLLE = DIE FACHKRAFT

Die Fachkraft ist der Umsetzer. Die Fachkraft erledigt die Hauptaufgaben. Die Fachkraft ist froh und glücklich, wenn Sie abarbeiten kann. Die Fachkraft kauft die Kisten im Baumarkt für den Manager ein. Die Fachkraft in uns, räumt die Schrauben und Werkzeuge dann in das passende Regal.

„Endlich störungsfreie Zeit, um meine Aufgaben zu erledigen.“, das sind Gedanken der Fachkraft in uns.

MEIN ERFOLGSIMPULS

Nehmen Sie wahr, welche der drei Rollen Sie im Laufe des Arbeitstages leben. Und schreiben Sie sich das auf. Es wird Ihnen helfen Ihren Weg in die Persönliche-Excellence und dann auch in die Business-Excellence zu gehen.

Warum? Weil Sie dadurch mehr Klarheit in Ihren eigenen Tagesablauf finden. Und dann können Sie die Realität mit der gewünschten Theorie vergleichen.

EIN BEISPIEL AUS DEM UNTERNEHMER-ALLTAG

Um Ihnen die Wirkungen der drei Rollen in der Arbeitswelt zu verdeutlichen, stelle ich Ihnen ein Beispiel aus unser Unternehmensberatung vor. Die Namen sind frei erfunden, um den Datenschutz zu wahren:

Herr Chef ist ein selbständiger Autohändler und beschäftigt in seinem Autohaus rund zehn Mitarbeiter in diversen Leistungsbereichen (Abteilungen).

Herr Chef ärgert sich darüber, dass die Mitarbeiter

  • Ihren Beitrag zum Ganzen nicht bewusst kennen und
  • nur bedingt vorleben.
  • Auch das Mitdenken und
  • die Identifikation mit dem Autohaus müssten deutlich besser werden.

Wir erhielten den Beratungsauftrag um Lösungen zu finden und vereinbarte Ziele zu erreichen. Wir führten die ersten Entwicklungs-Gespräche mit den Mitarbeitern durch und bei der gemeinsamen Veröffentlichung der Ergebnisse bekam Herr Chef „graue Haare“:

„Mensch, Herr Maier! Das kann doch nicht sein, dass Sie mir nicht schon längst von der Geschäftsführer-Assistentin - Ihrer Lebensgefährtin -  erzählt haben! Wir hätten ja schon seit einigen Jahren Autos zu dem Mittelständler im Nachbarort verkaufen können!“

Herr Maier guckte nur ganz verdutzt.

Herr Chef dann weiter: „Herr Klejbor, Sie sprechen ja immer über offene und ehrliche Kommunikation. Wieso sind wir im Team nicht selber darauf gekommen? Wieso fand das Gespräch zwischen uns nicht statt, so dass wir diese Verkaufschance nicht erkannten?“

Ich antwortete ihm:

"Aus folgenden Gründen ...

1. Weil Sie mit Abstand, mehrheitlich als Fachkraft im eigenen Unternehmen agieren. Ich möchte Sie nicht kritisieren, aber Sie sind der umsatzstärkste Autoverkäufer. Sie kennen die Stammkunden im Detail. Und Sie bringen auch noch die Unterlagen zum Steuerberater, obwohl Sie eine Büro-Angestellte beschäftigen.

2. Weil Sie mehrheitlich IM, statt AM Unternehmen arbeiten. Sie bevorzugen die Rolle der Fachkraft und vernachlässigen gleichzeitig die Rollen des Unternehmers und des Managers. Sie tun das, weil Ihnen die Fachkraft-Aufgaben Spaß macht und Sie darüber Erfolge erzielen

3. Weil Sie die Hauptaufgaben eines Unternehmers nicht nicht kennen und diese somit auch nicht bewusst erfüllen.

Doch das sollte nicht so bleiben, Herr Chef. Sie dürfen sich ...

  • in Ihren Rollen neu finden,
  • neu fokussieren und dann
  • neu entscheiden, welche Rolle Sie wirklich nach Herzenslust ausleben möchten.

Denn Sie sind ja der Inhaber des Autohauses. Und Ihr Unternehmen darf Ihnen dienen und nicht andersrum.

Blog-Bild_Wowlie

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