Wann identifizieren wir Menschen uns am meisten mit unserem Gegenüber? Wann stellen wir unsere maximale Leistung zur Verfügung?Und wann fühlen wir uns am stärksten selbst motiviert?

Auf alle drei Fragen gibt es aus unserer Sicht eine Antwort:

"Wenn unser Chef uns versteht, auf unsere Bedürfnisse eingeht, unsere Sehnsüchte erkennt, die Erfüllung unterstützt und wir selber regelmäßige echte Erfolgsmomente erleben."

Vor rund zwanzig Jahren entdeckte der US-Motivationsforscher Steven Reiss genau das fehlende Führungs-Puzzle-Teil, damit wir Unternehmer und Entscheider unsere Mitarbeiter viel besser verstehen lernen, als jemals zuvor.

Unser Führungsfokus wird erweitert, um die sogenannten Lebensmotive eines Menschen.

EIN BEISPIEL AUS DEM ARBEITSALLTAG

Kennen Sie das? Sie sprechen mit einem Mitarbeiter über die Aufgabenerledigung und er gibt Ihnen das Gefühl, dass er Sie richtig verstanden hat und er beginnt sofort mit der Umsetzung? Und ein anderer Mitarbeiter, den Sie auf gleiche Art und Weise führen, macht einen völlig überforderten Eindruck?

Früher verstand ich die Welt nicht mehr. Ich suchte den Fehler stets bei mir und wollte mich verbessern. Im Laufe der Zeit fragte ich immer häufiger nach. Ich wollte wissen, wieso mein Gegenüber sich unter- bzw. überfordert fühlte. Statt mehr Klarheit zu erhalten, überforderte mich die Komplexität des Menschen völlig.

DIE MOTIVORIENTIERTE FÜHRUNG

Doch dann lichtet sich der Führungsnebel und ich lernte das Verhalten der Menschen zu verstehen. Den Menschen quasi anhand seiner Körpersprache und seinen Äußerungen deutlich tiefer und bewusster zu verstehen.

Was war geschehen? Statt alles in richtig oder falsch zu bewerten, lernte ich die Lebensmotive der Menschen kennen. Ich lernte eine neue Führung kennen: Die motivorientierte Führung.

EIN BEISPIEL AUS DER PRAXIS

Ein Lebensmotiv heißt „Macht“. Menschen mit einem hoch ausgeprägten Macht-Motiv entscheiden gerne. Sie übernehmen gerne Verantwortung und fühlen sich dabei wohl, wenn der Vorgesetzte ihnen diese Möglichkeiten einräumt.

Wenn ich also mit einer Führungskraft zusammenarbeite, die ein hoch ausgeprägtes Macht-Motiv auslebt, überlasse ich die Entscheidungen meinem Gegenüber, denn das lässt seine Lebensmotivs-Quellen sprudeln:

  • Was möchtest Du als Erstes erledigen?
  • Projekt 1 oder Projekt 2?

Mitarbeiter mit einem niedrig ausgeprägten Macht-Motiv sind nicht besser oder schlechter, als die Macht-Hohen. Sie denken, empfinden und verhalten sind anders. Wenn wir ihnen auch die Wahl der Projekte überlassen, können sie zwar auch entscheiden, aber fühlen sich dabei nicht so wohl. Denn sie sind eher an den Menschen orientiert, also die optimalen Dienstleister und geraten bei Entscheidungen schneller in eine Überforderung.

ES GIBT KEIN BESSER ODER SCHLECHTER

Auch wenn Erst-Anwender sofort den idealen Reiss-Code suchen, existiert dieser nicht. Es gibt kein besser oder schlechter. Auch wenn die Rolle des „Richters“ in uns, uns ständig davon überzeugen will.

Warum? Weil es in einem Unternehmen eine Fülle von Aufgaben gibt, die alle Motivausprägungen – also hoch und tief – erfordern.

NOCHMALS MACHT

Bleiben wir beim Beispiel „Macht“:  Kein Team würde reibungslos funktionieren, wenn alle Teammitglieder ein hoch ausgeprägtes Macht-Motiv leben. Ständig würden die Entscheidungen in Frage gestellt und neu getroffen werden. Und bevor dann wirklich in die Umsetzung gewechselt wird, würde ein anderer Macht-Hoher wieder die Entscheidung in Frage stellen.

Ein Team braucht daher mindestens einen sogenannten „Spezialisten“. Einen Mitarbeiter mit einer möglichst gegensätzlichen Motivausprägung zu den Anderen. Der Spezialist teilt den anderen seine Sicht auf die Dinge mit. Somit kann dann eine Entscheidung aus einem wissenderen Standpunkt heraus getroffen werden.

ENORME VORTEILE

Das Wissen über diese Lebensmotive beschert uns bis heute einen enormen Vorteil bei der Führung unserer ganz verschiedenen Mitarbeiter-Charaktere. Nicht nur wir verstehen unsere Klejborianer (unsere Mitarbeiter) besser, sondern haben auch viel mehr Toleranz und Verständnis für die persönlichen Vorzüge eines jeden Einzelnen.

Und wir können uns auch untereinander besser darüber austauschen, denn jeder in unserem Team kennt seine persönlichen Quellen der Lebensmotivation.

EIN WEITERES PRAXIS-BEISPIEL = DAS MOTIV ORDNUNG

Eine kurze Workshop-Übung. Agieren Sie bitte einmal als ein aufmerksamer Beobachter:

Sie kommen als Berater in ein Unternehmen und stellen mit einem 360 Grad Rund-um-Blick fest, dass in dem Großraumbüro scheinbar eine Bombe explodiert ist. Es existiert keine ersichtliche Grundordnung. Auf und unter den Schreibtischen herrscht Chaos. Und die Ablage ist mit Sicherheit schon seit längerer Zeit nicht erledigt worden.

Was beobachten Sie?

(Anm. zuerst bitte aufschreiben, bevor Sie weiterlesen.)

 

 

Wenn ich das beobachte, vermute ich ein Team von kreativen Menschen. Die Menschen lieben vermutlich neue Ideen, Flexibilität und Freiheit. Sie agieren und reagieren spontan, sind schnell zu begeistern. Aber die Begeisterung muss aufrechterhalten werden, damit ein Projekt auch wirklich bis zum Ende und nicht nur zu 90% erledigt wird.

Und JA, es fehlt ein Mitarbeiter mit einem hoch ausgeprägten Ordnungsmotiv. Oder wenn es einen davon im Team gibt, hatte dieser bereits kapituliert, vielleicht auch durch seine hohe Orientierung an den Menschen.

WERDEN SIE ZUM "MENSCHEN-FLÜSTERER"

Erkennen Sie den Schatz, wenn Sie die Lebensmotiv-Kompetenzen zu Ihrer Leadership-Excellence ergänzen? Sie erhalten viel mehr Verständnis, viel mehr Informationen über Ihren Gegenüber. Sie werden zu einem sogenannten „Menschen-Flüsterer". Sie sind nicht mehr nur auf die Kommunikation (auditiven Sinn) in der Führung angewiesen sind. Sie erweitern Ihr Repertoire, um den visuellen- und den kinästhetischen Sinn.

WIR EMPFEHLEN FOLGENDE VORGEHENSWEISE

Wenn Sie sich für das Reiss-Profile interessieren, schauen Sie doch einmal in unseren Shop. Wir empfehlen jedem Unternehmer und Entscheider zuerst sein eigenes Reiss-Profile kennenzulernen. Zuerst sich selber besser zu verstehen. Damit meinen wir, die Ausprägungen im eigenen Verhalten zu beobachten und zu verstehen, sind wirklich sehr wertvolle Erfahrungen. Das können wir Ihnen versprechen.

Und erst anschließend, empfehlen wir das Team mit ins Reiss-Profiling aufzunehmen. Denn erst wenn ich mich selber besser verstehe, kann ich das Verhalten anderer Menschen deutlich besser nachvollziehen.

Blog-Bild_Wowlie

Sie haben Fragen, Wünsche oder Anregungen? Dann her damit, wir freuen uns darauf.
Bitte senden Sie uns eine eMail an:  info@MarcKlejbor.de

Diese Website benutzt Cookies. Wenn Sie die Website weiter nutzen, gehen wir von Ihrem Einverständnis aus. Mehr

The cookie settings on this website are set to "allow cookies" to give you the best browsing experience possible. If you continue to use this website without changing your cookie settings or you click "Accept" below then you are consenting to this.

Close