Das Jahreszielgespräch ist das Herzstück der persönlichkeitsorientierten und potenzialfördernden Mitarbeiterführung und somit das allerwichtigste Gespräch zwischen Mitarbeiter und Führungsmitarbeiter.

DAS ZIEL

Ein Rückblick auf das vergangene Jahr und ein Ausblick in die Zukunft. Während es in den laufenden Besprechungen mehrheitlich um Aufgaben und Projekte geht, ist das Jahreszielgespräch ausdrücklich nur dem Mitarbeiter und seiner persönlichen Entwicklung gewidmet.

Der Mitarbeiter stellt seine Gedanken, Vorstellungen und Wünsche vor. Der Führungsmitarbeiter nimmt diese zur Kenntnis und gibt ihm Feedback, aufgrund seiner Beobachtungen und Empfindungen in der Zusammenarbeit.

ZEITPUNKT UND ABLAUF

Das Jahreszielgespräch findet einmal im Jahr statt. Bei uns unmittelbar vor der Jahreszieltagung, im September. Das Gespräch führt der Mitarbeiter mit seinem direkten Führungsmitarbeiter.

Der Gesprächsablauf ist anhand der Fragestellung vorgegeben. Beide Seiten bereiten sich ausführlich und schriftlich darauf vor. Die zeitliche Dauer ist definiert und kann vom Führungsmitarbeiter in Ausnahmefällen verlängert werden. Alle Inhalte werden schriftlich in dem Jahreszielgesprächs-Protokoll festgehalten.

Nun folgen vier Erfolgsimpulse, die Sie bei der Einführung von Jahreszielgesprächen beherzigen sollten:

Erfolgsimpuls 1

Gesprächsprotokoll einfach erstellen

Um wertvolle Zeit zu sparen, bitten Sie Ihre Mitarbeiter vorab, die vorbereitenden Angaben in das Word-Dokument „Jahreszielgespräch“ einzutragen und Ihnen zu mailen. Sie können dann Ihre Punkte ergänzen und erhalten auf diese Weise ein gemeinsames Gesprächsprotokoll - ohne, dass jemand Drittes anwesend sein muss. Diese dritte Person könnte zudem die vertrauliche Atmosphäre stören.

Erfolgsimpuls 2

Selbst die Umsetzung vorleben

„Der Fisch stinkt zuerst am Kopf“, sagt eine alte Weisheit. Wenn Sie nur reden und empfehlen, sich aber selbst nicht mitentwickeln – sprich: sich ebenfalls überlegen, was Sie in einem, drei, fünf oder sieben Jahren erreichen möchten –, werden Ihre Mitarbeiter das schneller spüren, als Sie denken. Eine kurze Zwischenfrage von einem Mitarbeiter zwischen Tür und Angel und Ihre Empfehlungen verpuffen, wie Schall und Rauch.

Alle hier geschilderten Erfahrungen und Tipps dienen nur einem Zweck: Sie sollen Ihnen bei Ihrer Umsetzung helfen. Nur so können Sie mitreden, neue Impulse liefern und mit Ihren Energien das Team stärken. Leben Sie Ihren Mitarbeitern die Umsetzung vor, sie werden Ihnen gerne folgen. Fangen Sie bei sich an und erweitern Sie langsam den Kreis um die Führungsmitarbeiter. Hier gilt das Gleiche, wie überall im Leben: In der Ruhe liegt die Kraft. Sie haben noch viele Jahre vor sich, daher überholen Sie sich bitte nicht selbst, sondern konzentrieren Sie sich auf das Wichtigste – auf sich und Ihre Mitarbeiter.

Erfolgsimpuls 3

Private Motive gemeinsam ergründen

Mitarbeiter, die zu privaten Dingen nichts oder nur wenig äußern möchten, haben ihre Gründe dafür. Ihr Interesse als Führungskraft sollte sein, gemeinsam mit dem Mitarbeiter die Ursachen dieses Verhaltens zu ergründen. Häufig handelt es sich um unbewusste Handlungen, die auf negativen Erfahrungen basieren. Alle Handlungen leiten sich aus Gedanken und Erfahrungen her. Und die Energiequelle, quasi das Handlungsmotiv hinter diesen Gedanken, ist entweder „Angst“ oder „Liebe“. Das Wort „Liebe“ benutze ich hier nach dem Zitat von dem libanesisch-amerikanischen Dichter und Philosoph Khalil Gibran: „Arbeit ist sichtbar gemachte Liebe.“

Sobald Sie das für sich als richtig annehmen, wird Führung ganz einfach.

Erfolgsimpuls 4

Mit Entschiedenheit führen

Wir arbeiten in unserem Unternehmen mit einer Zeitkultur. Diese sieht unter anderem vor, dass die Gesprächszeiten im Vorfeld festgelegt und eingehalten werden müssen. Ferner sollte sich jeder Teilnehmer ausreichend vorbereiten. Die Vorbereitung hat nicht nur im Kopf, sondern auch schriftlich zu erfolgen. Diese einfachen Vorgaben verbessern die Zusammenarbeit erheblich. Doch was tun Sie, wenn ein Mitarbeiter vor Ihnen sitzt und sagt: „Ich habe alles im Kopf“? Entscheiden Sie sich, ob Sie das tolerieren. Fordern Sie für das nächste Mal eine schriftliche Vorbereitung einen Tag vorher per E-Mail oder grundsätzlich immer - Die Entscheidung liegt bei Ihnen. Da wir bereits seit vielen Jahren mit dem Ritual „Jahreszielgespräch“ arbeiten, konnte ich mich selber in meiner Führung bewusst finden. Heute breche ich nach zwei Minuten ein Jahreszielgespräch ab, wenn ich merke, dass mein Gegenüber – aus welchem Grund auch immer – nicht vorbereitet ist. Ich breche ab, weil ich weiß, dass wir nicht das bestmögliche Ergebnis erreichen werden. Es bleiben Erkenntnisse, Wünsche und Gedanken offen, weil sie meinem Mitarbeiter noch nicht bewusst sind.

Also verschieben wir das Gespräch auf einen anderen Termin. Es kann gut sein, dass der Nachholtermin aus terminlichen Gründen meinerseits erst acht Wochen später stattfindet. Freiheit erfordert Verantwortung und ich übernehme dann möglichst klar die Führungsverantwortung. Vermutlich hat der schlecht vorbereitete Mitarbeiter die Chancen und Möglichkeiten dieses Rituals noch nicht wirklich verinnerlicht. Ein zwangloser Dialog, zwischen ihm und einem in diesem Punkt erfahrenem Mitarbeiter, könnte weiterhelfen. Wenn sich sein Verhalten wiederholt, hält er wahrscheinlich andere Dinge für wichtiger, als sich selbst. Solche Mitarbeiter tendieren zu Aufopferung, bis hin zu Überforderung und Depression. Hier sollte man als Führungskraft - im positiven Sinne des Mitarbeiters - vorsorgen.

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